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Bindungsblog

für eine bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung

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Die Ironie des Muttertags


ich weiß nicht wie es dir mit dem Muttertag geht (wenn du Mama bist, aber auch Papas dürfen gerne weiterlesen und erfahren, warum für manche Mamas dieser Tag gar nicht so toll ist). Wir

wünschen dir von Herzen, dass er für dich ein schöner Tag ist, gefüllt mit Freude und Lachen! In den letzten Tagen haben uns jedoch einige Geschichten von Mamas erreicht, die sich wünschen, dieser Tag wäre nie erfunden worden. Sie freuen sich zwar über liebevoll Gebasteltes, Gesungenes und sonstige Liebesbekundungen ihrer Familie, empfinden den Tag aber oft dennoch als ziemlich stressig. Sei es, weil der Mann und die Kinder zwar Frühstück ans Bett bringen oder einen schön gedeckten Tisch auf der Terrasse vorbereiten, danach aber das ganze Aufräumen und Saubermachen doch wieder an ihnen hängenbleibt. Oder, weil es nach dem Frühstück auf große Tour zur eigenen Mama und Schwiegermama geht, wo man damit beschäftigt ist, ihnen einen schönen Tag zu bereiten (schließlich ist es ja auch ihr Tag!) und gleichzeitig ein bis x Kinder unterschiedlichen Alters „im Zaum“ zu halten. Der Grundtenor bei diesen Erzählungen ist meist derselbe, vor allem, wenn die eigenen Kinder noch kleiner sind:


„Sogar an diesem Tag muss ich funktionieren und ‚arbeiten‘. Das Arbeiten an sich macht mir gar nicht so viel aus, aber ich fühle mich sowieso schon ständig fremdbestimmt, und nicht mal an diesem Tag kann ich machen, was ich will.“


Die eigentliche Herausforderung

Was sich diese Mamas eigentlich wünschen? Selbstbestimmung, Autonomie! Ein verständlicher Wunsch, wenn man bedenkt, dass sie oft jahrelang damit beschäftigt sind, ihre eigenen Wünsche stark hintenanzustellen. Und wenn es in der Partnerschaft nicht gelingt, beiden (!) dieses menschliche Grundbedürfnis wenigstens immer mal wieder zu erfüllen, fühlt sich ein solcher Tag zur Feier des Elternseins schnell zynisch an. Denn Selbstbestimmung und Autonomie ist wichtig, damit ein Mensch zu sich selbst finden und sich entfalten kann. Und das fängt schon früh an, nämlich in der sogenannten „Trotz“phase, die eigentlich eine erste Autonomiephase ist. Viele Eltern kommen hier zum ersten Mal richtig an ihre Grenzen und sind ratlos: warum verhält sich das Kind plötzlich so? Warum ist es jetzt auf einmal ein Weltuntergang, wenn der Papa das Brot „falsch“ schneidet oder die Mama die Türklinke im Reflex selbst herunterdrückt, statt es das Kind machen zu lassen? Und ein gebrülltes „Nein!!“ sowie ein geheultes „Selber machen…!“ zum täglichen Begleiter werden? Wie reagieren? Diesen „Quatsch“ schnell abzustellen versuchen? Oder versuchen, zu trösten und zu begleiten? Aber wie? In welchem Umfang wir in unserer persönlichen Entwicklung selbst die Autonomiephase als Kind nutzen konnten, wird uns im Hier und Jetzt beeinflussen. Und das zeigt sich auch am Muttertag!


 



Wenn du dich hier wiederfindest, …


…dann komm gerne in unser Deep Dive „Entspannt durch die Trotzphase“. Wir erklären dir

  • die Rolle des Gegenwillens, der in der Autonomiephase unbarmherzig


zuschlägt,

  • wie du aus dem Machtkampf aussteigen kannst,

  • und wie du stattdessen friedvolle Strategien anwenden kannst.

Noch bis zum 21.5.23 kannst du dich hier anmelden:




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